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Die Geschichte der OF Mascherode

Von den Gründern und Führern unserer Wehr

Der Gedanke, eine Feuerwehr zu gründen, tauchte erstmalig 1740 auf. Das Dorf Mascherode bestand um 1745 aus 24 Feuerstellen. Es war mit einem Wallgraben umgeben und von etwa 100 Menschen bewohnt.

Ein Schreiben des Drosten von Rhetz vom Kloster Riddagshausen vom 23. Oktober 1749 (nachzulesen in der Chronik von Mascherode) veranlasste die Gemeinde im Frühjahr 1750 ein "Spritzenhaus" zu bauen. Um die Jahrhundertwende bekam das Spritzenhaus, das mit Stroh bedeckt war, eine Ziegeldeckung. Die Gemeinde besaß bereits eine eigene Schlangen-Spritze und 12 lederne Eimer. Auch 2 Feuerhaken und 2 Feuertubben wurden instand gehalten. Am 5. Juli 1874 schlossen sich die Hof- und Hausbesitzer zu einer "Freiwilligen Feuerwehr" zusammen.

Die bisherigen Ortsbrandmeister waren:
Feuerwehrhauptmann Wilhelm Cordes
Feuerwehrhauptmann Wilhelm Scholkemeier ( bis 1905 )
Feuerwehrhauptmann Heinrich Ottmer ( ab 1905 – 1936 )
Gemeindebrandmeister Hans Scholkemeier ( 1936 – 1961 )
Gemeindebrandmeister Albert Fricke ( 1961 – 1967 )
Ortsbrandmeister Hans-Georg Langemann ( 1967 – 1985 )
Ortsbrandmeister Hans-Walter Langemann ( 1985 – 2003 )
Ortsbrandmeister Heiko Ricke ( 2003 – 2008 )
Ortsbrandmeister Matthias Musiol ( 2008 – 2015)
Ortsbrandmeister Ulrich von Hagen ( seit 2015 )

Von besonderen Ereignissen unserer Wehr

In den ersten 50 Jahren wurde unsere Wehr zur nachbarlichen Löschhilfe nach Apelnstedt, Klein Stöckheim, Melverode, Rautheim, Rüningen, Leiferde und Salzdahlum gerufen.

Im Orte selbst brannte 1891 das Habekostsche Grundstück. Dasselbe Grundstück wurde einige Jahre später im Besitz von H. Decker wieder ein Opfer der Flammen. Ferner brannte bei Christel Bötel eine Scheune, die durch vierjährige Kinder beim Spielen mit Streichhölzern angezündet wurde. 1913 stand ebenfalls durch Brandstiftung der nördliche Flügel der jetzigen Gaststätte Frede in Flammen. Bei einem Wohnhausbrand im Jahre 1915 wurde durch den Steiger W. Lipper ein kleines Mädchen aus der Dachwohnung gerettet.

Um den Brandschutz weiterhin sicherzustellen, wurde im Jahre 1934 von der Gemeinde eine Motorspritze gekauft.

Vor größere Aufgaben stellte der Zweite Weltkrieg unsere Wehr. Da die meisten Kameraden im Felde waren, musste im März 1941 eine Pflichtfeuerwehr aufgestellt werden, die sämtliche männlichen Einwohner im Alter von 17 bis 65 Jahre erfasste. In den Kriegsjahren rückte unsere Wehr zu Bränden in die Nachbarorte und in die Stadt Braunschweig aus.

Bei Luftalarm hatte sich unsere Wehr am Gerätehaus zu versammeln, von wo aus sie mit dem LKW des Kameraden Erich Hoffmann vor den Tragkraftspritzenanhänger gespannt zum Sammelpunkt unter den Brücken am Bebelhof fuhren. Von dort aus wurden sie zu den Einsatzorten in die brennende Stadt geschickt.

Die Nacht vom 23. zum 24. April 1944 brachte für die Mascheroder Wehr die schwerste und bitterste Arbeit. Es standen der Hof von Voss, der Bethgesche Hof, die Grundstücke von Glindemann sowie Scheunen und Stallungen von Wilhelm Wilke in Flammen.

Bei den Kriegseinsätzen wurde die Arbeit der Feuerwehr von den Jungen der HJ-Feuerwehr tatkräftig unterstützt. Die meisten von ihnen wurden später aktive Mitglieder unserer Wehr.

Im September 1949 wurde am alten Gerätehaus "Am Schmiedeweg" ein neuer Schlauchturm errichtet. Hierhin konnten wir unsere Schläuche bis zum Abriss des Gerätehauses am 8. Juni 1968 zum Trocknen aufhängen.

Das Gerätehaus "Am Schmiedeweg" wurde nun zu klein und die Gemeinde entschloss sich "Am Steintore" ein neues Haus für die Feuerwehr zu bauen.

Es standen nun drei Einstellplätze für Fahrzeuge zur Verfügung, ein Schulungsraum sowie eine Wohnung für den Gerätewart.

Am 26.10.1970 brach in einem Einfamilienhaus im Ortsteil Jägersruh ein Feuer aus, das von uns im ersten Augenblick nicht bekämpft werden konnte, da wir keine Atemschutzgeräte besaßen. Noch im selben Jahr wurden von der Gemeinde diese benötigten Geräte angeschafft.

Das zur Gaststätte Mesecke (heute Altentagesstätte) gehörende Wohnhaus brannte am 13.10.1973. Durch schnellen Einsatz unserer Wehr -zum Teil unter Atemschutzgeräten- konnte ein größerer Schaden verhindert werden.

Der Landkreis Braunschweig wurde 1974 aufgelöst. 22 Gemeinden wurden als Ortsteile in die Stadt Braunschweig eingemeindet. Dadurch entstand eine neue Aufteilung im Feuerlöschwesen der Stadt Braunschweig. Die nunmehr 30 Ortsfeuerwehren wurden in 6 Löschbezirke aufgeteilt. Wir bildeten zusammen mit Rautheim, Stöckheim, Leiferde und Melverode den Löschbezirk IV. Hans-Walter Langemann leitete diesen Löschbezirk als stellvertretender Stadtbrandmeister bis Auflösung der Löschbezirke im Rahmen der Umgestaltung der Satzung im November 2010. Seitdem werden die 30 Ortswehren von Braunscheig von einem Stadtbrandmeister nebst Stellvertreter geleitet. Direkte Zusammenarbeit mit anderen Wehren findet noch im Rahmen des Löschzugs 84 und der Fachzugs 90 (Wassertransport) statt.